Gibt es beim Aktiendepot eine Flatrate?

Aktiendepot Flatrate

Gibt es beim Aktiendepot eine Flatrate?

Eine Flatrate kennt man bereits von Telefon-, Mobilfunk- und Internetanbietern. Aber eine feste Kostenpauschale – die Flatrate für ein Depotkonto, gibt es inzwischen auch. Hohe Transaktionskosten bei Vieltradern und hohe Gebühren bei hohen Anlagevolumen treiben die Orderkosten schnell in die Höhe. Direkt- und Discountbanken bieten ihren Kunden bereits Flatrates für ihre Aktiendepots an.

JETZT ANMELDEN UND KONTO ERÖFFNEN

Welche Flatrate ist gemeint?

Grundsätzlich sind zwei verschiedene Arten von Pauschaltarifen zu unterscheiden:

  • Jede Transaktion kostet unabhängig von der Höhe genauso viel
  • Alle Transaktionen im Monat sind mit einer monatlichen Pauschale bezahlt

Beim Begriff Flatrate dürften die meisten Händler an die zweite Variante denken: Einen Tarif, bei dem man einmal im Monat bezahlt und dann unbegrenzt traden kann. Schließlich kosten bei der Telefon-Flat auch nicht einfach jedes Gespräch unabhängig von der Länge gleich viel, sondern alle Telefonate in einem Zeitraum sind kostenlos.

Pauschale je Order

Anders als bei klassischen Telefontarifen, wo nach Minuten abgerechnet wird, ist das Gebührenmodell beim Wertpapierhandel etwas komplexer. Ab man Aktien für 100 oder für 1.000 Euro ordert, ist aus Sicht der Bank nämlich kein großer Unterschied. Deshalb verlangen sie unabhängig von der Höhe der Transaktion eine Grundgebühr, zu der ein umsatzabhängiger Zuschlag addiert wird. Und dann gibt es da meistens noch eine Mindestgebühr.

Doch einige Banken wenden sich von diesem klassischen Modell ab. Die Gebühren richten sich also nicht mehr nach der Menge und Höhe der Transaktionen. Sie werden als feste Pauschale bei Depoteröffnung oder späterer Änderung vereinbart. Vor einiger Zeit funktionierten die Flatrates nur für Zertifikatemissionen. Inzwischen haben die Direktbanken die Flatrates auch für den Börsenhandel übernommen.

Anleger, die sehr viele Ankäufe und Verkäufe im Jahr tätigen oder sehr hohe Summen bewegen, sollten ihr Depot mit einer Flatrate einrichten. Bei einem Aktienkauf in Höhe von 20.000 Euro fällt bei einer Flatrate zum Beispiel eine Pauschale von 8 Euro an. Bei einer Ordergebühr von 0,5% auf das Ordervolumen hätte der Depotinhaber 100 Euro für den gleichen Auftrag zahlen müssen.

Auch Kleinstanleger können von solchen Orderflats aber profitieren. Denn mitunter liegen die Kosten unter der Mindestgebühr anderer Broker. Außerdem ist der Handel transparent.

JETZT ANMELDEN UND KONTO ERÖFFNEN

Empfehlenswerter Broker mit Flatrate

Bekanntester Anbieter einer Orderflat ist der Broker Flatex. Hier zahlen Kunden unabhängig vom Ordervolumen immer 5,00 Euro je Transaktion, wenn sie über die Frankfurter Wertpapierbörse (mit Xetra) oder eine Regionalbörse kaufen oder verkaufen.

Einen Hacken gibt es aber immer noch, denn die meisten Börsenplätze verlangen für jede Order eine umsatzabhängige Gebühr. Die muss bei der Berechnung der Gebühren noch dazu addiert werden.

Darauf kann verzichten, wer seinen Handel über die Berliner Tradegate Exchange oder eine außerbörsliche Handelsplattform ausführt. Dann kostet die Order immer genau 5,90 Euro, Börsengebühren kommen keine mehr dazu.

Flatex-bild

Das Gebührenmodell von Flatex ist einfach, transparent und dauerhaft günstig.

 

Die Gebühren liegen im Fall von Flatex sogar unter den Mindestgebühren der meisten anderen Broker, so dass sich der Handel auch für Kleinstanleger lohnt. Allerdings bietet das Unternehmen keine Bankdienstleistungen, selbst das Verrechnungskonto wird beim Schwesterunternehmen biw Bank geführt. Wer alle Bankdienste aus einer Hand wünscht, wird hier nicht fündig.

Eine echte Aktien Flatrate

Einmal bezahlen und dann beliebig oft traden, ein solches Gebührenmodell gibt es leider nicht. Bei Telefontarifen lässt sich die Nachfrage nämlich noch vergleichsweise gut kalkulieren. Mehr als 24 Stunden telefoniert niemand am Tag.

Bei Aktien ist das schwieriger. Allerdings gibt es Gebührenmodelle, die in die Richtung einer echten Flatrate gehen. So bietet der Broker benk ein Inlands- und ein Auslandspaket. Innerhalb eines bestimmten Rahmens kann man dann tatsächlich mit einer Flatrate handeln. Das kann man sich so vorstellen wie einen Telefontarif, bei dem man monatlich maximal 100 Stunden telefonieren darf, ohne dass Zusatzkosten anfallen.

Im Falle von benk sind 250 Transaktionen von Zertifikaten und Optionen über die Premiumpartner sowie 100 Trades über Tradegate oder 15 über eine andere deutsche Börse kostenlos. Wem das nicht reicht, der kann bis zu 100 Orders dazu kaufen oder seine Aufträge einzeln abrechnen lassen. Genauso funktioniert das Auslandspaket, dann sind beispielsweise bis zu 20 Transaktionen über die New Yorker Börse im Pauschaltarif enthalten.

Fazit

Eine Flatrate, bei der man einmal bezahlt und dann grenzenlos handeln kann, die gibt es bisher nicht. Allerdings gibt es Gebührenmodelle, die in diese Richtung gehen. Beim benk Inlandspaket sind bis zu 100 Käufe und Verkäufe über die Tradegate Exchange in der monatlichen Pauschale enthalten. Außerdem sind 250 Order über ausgewählte Premiumpartner kostenlos.

Für die meisten Trader dürfte das Angebot von Flatex aber passender sein. Auch hier lassen sich Zertifikate über Premium-Partner kostenlos kaufen und verkaufen. Order an den Aktienmärkten werden zwar einzeln abgerechnet, kosten aber unabhängig vom Orderwert immer genauso viel.

JETZT ANMELDEN UND KONTO ERÖFFNEN

Der große Aktiendepot Vergleich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.