Fragen und Antworten zum Aktiendepot

1. Was kostet mich ein Aktiendepot?

Vor allem bei vielen klassischen Filialbanken müssen Sie für ein Aktiendepot monatliche oder jährliche Gebühren bezahlen. Die fallen auch an, wenn Sie nicht handeln. Mittlerweile gibt es aber auch zahlreiche kostenlose Aktiendepots, bei denen diese Gebühr wegfällt. Kosten entstehen nur noch, wenn Sie Aktien kaufen oder verkaufen. Dann zahlen Sie eine Handelsgebühr, die ab einem bestimmten Umsatz meistens prozentual zu Ihrem Umsatz berechnet wird. Teilweise kommt auch noch eine Pauschalgebühr pro Handel dazu.

Bleiben Sie unter einer bestimmten Umsatzgrenze, zahlen Sie statt dessen eine pauschale Mindestgebühr. Hinzu können Gebühren für besondere Dienstleistungen kommen, beispielsweise den Eintrag ins Aktienregister beim Kauf von Namensaktien.An vielen Börsen wird zudem vom Handelsplatz eine Gebühr erhoben.

2. Wie finde ich das günstigste Aktiendepot?

Bei der Suche nach einem günstigen Angebot hilft Ihnen der Aktiendepot Test. Er sucht die günstigsten Depots aus der Vielzahl von Angeboten heraus.
Trotzdem lohnt es sich, noch einmal einen Blick auf die einzelnen Angebote zu werfen. Bleiben die Gebühren so niedrig oder steigen sie nach einer Zeit an? Gibt es eine hohe Mindestgebühr? Wie gut ist die Bank erreichbar? Gibt es eventuell weitere Serviceleistungen wie Kursübersichten, Newsletter und Analysetools? Teilweise fallen auch Gebühren für stornierte oder nicht ausgeführte Aufträge an. Kaufen Sie hohe Summen? Dann ist für Sie vor allem wichtig, wie hoch die prozentualen Handelsgebühren sind. Wenn Sie nur niedrige Beträge handeln, ist vor allem die Mindestgebühr wichtig. Am besten Sie nehmen die drei günstigsten Angebote noch einmal genau unter die Lupe und wählen das für Sie passende Angebot daraus aus.
Das Depot können Sie gleich online beantragen und innerhalb von wenigen Tagen loslegen.

3. Was muss ich machen, um ein Aktiendepot zu eröffnen?

Über den Aktiendepot Test können Sie das für Sie günstigste Angebot leicht finden. Vom Test aus gelangen Sie auch gleich zur Bank und können dort sofort online Ihr Aktiendepot beantragen. Manche Banken verlangen neben Angaben zu Ihrer Person und zu Ihrem Wohnort einige Informationen über Ihre finanzielle Lage und Ihre berufliche Situation. Sind Sie bereits Kunde der Bank, beispielsweise mit einem Girokonto, ist die Eröffnung damit meist abgeschlossen. Warten Sie einfach auf die Rückmeldung durch die Bank.

Als Neukunde müssen Sie sich dagegen noch legitimieren. Schließlich könnten Sie sonst im Namen Ihres Nachbarn ein Depot eröffnen. Die Legitimation erfolgt im Regelfall durch ein Postident. Dieses Verfahren ist für Sie meistens kostenlos. Sie erhalten von der Bank ein Schreiben. Mit diesem und Ihrem Personalausweis müssen Sie sich auf einer Postfiliale die Korrektheit Ihre Angaben zu Name und Wohnort bestätigen lassen.

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4. Bleibt mein Aktiendepot kostenlos?

Viele Online Aktiendepots sind mittlerweile dauerhaft kostenlos. Sie müssen also keine Angst haben, dass Ihnen nach einiger Zeit eine Rechnung ins Haus flattert. Anders sieht es bei den Handelsgebühren aus. Besonders günstige Konditionen oder hohe Zinsen auf das Verrechnungskonto gelten manchmal nur eine Zeit lang, oft ein halbes oder ein Jahr. Achten Sie vor dem Abschluss darauf, ob die angekündigten Konditionen dauerhaft gelten. Oder ziehen Sie nach Ablauf der Frist mit Ihrem Depot wieder um. Denn der Wechsel ist im Regelfall kostenfrei.

5. Muss ich etwas bezahlen, wenn ich mein altes Depot übertragen will?

Wen Sie mit Ihrem Depot umziehen, bedeutet das für die Banken Arbeit. Ihre neue Bank muss den Aufnahmeantrag bearbeiten und die Wertpapiere einbuchen, die alte ihre Aktien übertragen und das Depot schließen. Trotzdem bleibt der Wechsel meist kostenlos. Der Grund dafür ist einfach. Ihr neuer Broker hat ein Interesse daran, Sie als Kunden zu gewinnen. Die alte Bank darf Ihnen keine „Umzugsgebühr“ berechnen. Oft bieten Banken im ersten Jahr nach einem Depotwechsel sogar besonders günstige Konditionen. Der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter kostet Sie also kein Geld, sondern lohnt sich doppelt.

6. Welche Risiken hat ein Aktiendepot? Welche Anbieter sind sicher?

Aktien haben ein höheres Risiko als das Festgeldkonto bei der Sparkasse. Allerdings bieten sie auch mehr Chancen. In der Vergangenheit lag die Rendite des Deutschen Aktienindex (DAX) oder des FAZ-Index langfristig meist höher als die Rendite von Festgeld. Trotzdem raten die meisten Experten vor allem Kleinanlegern, nicht alles auf die Karte Aktien zu setzen.

Auch in Ihrem Depot können Sie neben Aktien auch sicherere Wertpapiere lagern, beispielsweise deutsche Pfandbriefe. Anders sieht es mit der Sicherheit Ihres Depots aus. Während Sie bei einer Bankenpleite als Kunde Geld verlieren können, verwahrt der Broker die Wertpapiere nur für Sie. Er darf sie deshalb auch im Fall eines Insolvenz nicht verkaufen, um damit Schulden zu bezahlen.

7. Kann ich in ein Aktiendepot auch andere Wertpapiere legen?

Natürlich können Sie in Ihrem Aktiendepot auch andere Wertpapiere lagern. Aktien sind zwar eine der bekanntesten, aber keineswegs die einzige Wertpapierart, die an den Börsen gehandelt wird. Die Banken unterscheiden dabei im Regelfall nicht zwischen Aktien und beispielsweise Anleihen. Wenn Sie die Papiere über die Börse kaufen, fallen unabhängig von der Wertpapierart die gleichen Gebühren an. Ausnahmen gibt es bei Fonds, die Sie direkt von der Fondsgesellschaft beziehen. Hier wird oft ein Ausgabeaufschlag fällig.

8. Welche Wertpapiere gibt es außer Aktien noch, die ich handeln kann?

Beim Stichwort Wertpapierdepot denkt man vor allem an Aktien. Sie sind zweifellos der Klassiker im Depot. Ebenfalls sehr traditionell sind Anleihen. Sie werden von der öffentlichen Hand oder Unternehmen ausgegeben. Anders als bei einer Aktie bekommt man dort einen festen Zins und den vollen Betrag am Ende der Laufzeit zurückgezahlt. Vorausgesetzt, das Unternehmen oder der Staat geht nicht pleite.

Mittlerweile kann man über die Börse auch viele Fonds kaufen, sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs). Das ist im Regelfall billiger als die Fonds beim Anbieter zu kaufen. Denn dort werden nicht selten Ausgabeaufschläge von fünf Prozent verlangt. Daneben gibt es weitere Wertpapiere wie beispielsweise Optionsscheine, Indexzertifikate oder Genussscheine. Für Börsenneulinge bieten sich aber vor allem Fonds, Aktien von bekannten Unternehmen und Anleihen an.

9. Kann ich auch als Schüler/Student/Arbeitsloser ein Depot eröffnen?

Viele Banken verlangen beim Eröffnen eines Depots Angaben zum Beruf. Ausgeschlossen sind Schüler, Studenten oder Arbeitslose von einem Aktiendepot im Regelfall aber nicht. Denn wer Wertpapiere kauft, muss eine entsprechende Deckung auf seinem Verrechnungskonto vorweisen. Anders als bei einem Kredit besteht für die Bank also kein Risiko, dass der Kunde zahlungsunfähig wird. Zwar lassen viele Banken eine geringe Überziehung des Verrechnungskontos zu, diese Möglichkeit ist aber stark begrenzt und sehr teuer. Ohnehin raten fast alle Experten dazu, nicht auf Kredit zu spekulieren.
Auch ohne eigenes Einkommen kann man deshalb bei den meisten Brokern problemlos ein Depot eröffnen. Vorausgesetzt, man hat ausreichend Vermögen, um Wertpapiere auch ohne Kredit zu kaufen.

10. Mein Depot ist eingerichtet. Und nun?

Sie haben bereits ein Aktiendepot? Dann haben Sie sicher bereits mit der Depoteröffnung den Übertrag Ihrer Wertpapiere ins neue Depot in die Wege geleitet. Wenn nicht, sollten Sie das jetzt tun und das alte Depot auflösen, vor allem wenn es kostenpflichtig ist. Zusammen mit Ihren Wertpapieren sollten Sie auch Ihren Freistellungsauftrag für die Kapitalertragssteuer umziehen. Also den alten kündigen und einen neuen einrichten.
An den Freistellungsauftrag müssen Sie auch denken, wenn das Ihr erstes Depot ist. Vorausgesetzt, Sie haben ihn noch nicht ausgeschöpft.
Überweisen Sie nun Geld auf Ihr Verrechnungskonto. Idealerweise ist das Verrechnungskonto auch gleich Tagesgeldkonto. Dann können Sie loslegen.

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